Cargo Lashing Calculator

Berechnen Sie benötigte Zurrungen, Mindest‑LC (daN) und Sicherungskraft nach EN 12195-1‑Ansatz. Mit Straße/See‑Presets, eigenem g‑Wert, Top‑over und Direktzurrung.

Lashing & Securing Calculator

Gewicht, Reibung, Transportart und Zurrparameter eingeben. Ergebnisse aktualisieren sich sofort.

Typische µ‑Beispiele: Holz–Holz ~0,3–0,5, Stahl–Holz ~0,2–0,3, Kunststoff–Stahl kann <0,2 sein (konservativ wählen).
LC‑Wert vom Etikett des Gurts/der Kette (daN) verwenden.

Hinweis: Technische Abschätzung. Beachten Sie lokale Vorschriften, Firmen‑SOPs und zertifizierte Ausrüstungswerte.

Professionelle Ladungssicherung für Straße und See

Ladungssicherung ist kein „Extra“ – sie ist ein Sicherheitskonzept. Bei Vollbremsung, Kurvenfahrt oder Seegang kann eine unzureichend gesicherte Ladung verrutschen, Schäden verursachen, Achslasten verschieben und schwere Unfälle auslösen. Deshalb werden in Europa häufig Berechnungsansätze nach EN 12195-1 herangezogen, um die erforderliche Sicherungskraft vorab abzuschätzen.

Der Cargo Lashing Calculator von LoadBlok hilft Logistikteams, Spediteuren und Ingenieuren, die benötigte Anzahl an Zurrmitteln sowie den erforderlichen Mindest‑LC‑Wert (Lashing Capacity) zu ermitteln. Sie geben Gewicht, Reibbeiwert (µ), Transportart (Straße/See), g‑Kraft, Zurrmethode, Zurrwinkel und den LC des Gurts oder der Kette ein. Das Tool berechnet die erforderliche Sicherungskraft, die Anzahl der Zurrungen und den Mindest‑LC für diese Anzahl und den gewählten Winkel.

Reibung ist entscheidend. Reibung ist die erste Barriere gegen Rutschen. Ein höherer µ‑Wert reduziert die Netto‑Sicherungskraft. Antirutschmatten können µ deutlich erhöhen; glatte Kunststoff‑auf‑Stahl‑Kombinationen sind oft sehr niedrig. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie konservative Werte.

Straße vs. See. Im Straßenverkehr wird häufig 0,8g als dominierender Fall (Bremsen) verwendet. Beim Seetransport hängen Beschleunigungen von Route und Schiff ab; 0,6g ist eine praktikable Basis für Standardladung. Optional können Sie eigene g‑Werte für projektspezifische Bewertungen eingeben.

Top‑over vs. Direktzurrung. Top‑over erhöht die Normalkraft und damit die Reibung; die Wirksamkeit hängt stark von sin(α) ab. Direktzurrung wirkt „horizontaler“ und nutzt cos(α)‑Anteile. Welche Methode korrekt ist, hängt von Geometrie, Anschlagpunkten und Ihrem Sicherungsplan ab.

Winkel‑Effizienz. Sehr flache Winkel reduzieren die Wirksamkeit und erfordern mehr Zurrungen oder höheren LC. Typisch sind 30°–60°, 45° ist ein guter Standardwert.

Nutzen Sie die Ergebnisse als Planungshilfe. Vorschriften und Firmenrichtlinien können je nach Land, Ladung und Ausrüstung variieren. Prüfen Sie immer Etiketten, Kantenschutz und zertifizierte Werte. Für einen durchgängigen Prozess kombinieren Sie dieses Tool mit Pallet Optimizer und Load Stability.

Häufige Fragen

LC (Lashing Capacity) ist die zulässige maximale Zugkraft eines Zurrmittels im Einsatz, typischerweise in daN angegeben.
Es nutzt EN 12195-1‑ähnliche Annahmen, um Sicherungskraft, Anzahl der Zurrungen und Mindest‑LC aus Gewicht, Reibung, g‑Wert, Methode und Winkel abzuleiten.
Verwenden Sie Werte passend zur Kontaktpaarung und ggf. Antirutschmatten. Bei Unsicherheit konservativ (niedriger) wählen.
0,8g wird häufig als Vorwärtsfall für Notbremsung in EN 12195-1‑Berechnungen herangezogen.
Der Winkel verändert den wirksamen Kraftanteil. Kleine Winkel reduzieren die Effizienz, wodurch mehr Zurrungen oder höherer LC nötig werden.
Top‑over erhöht Reibung, Direktzurrung hält Bewegung direkter zurück. Entscheidend sind Anschlagpunkte, Ladung und Sicherungsplan.
Ja, sofern LC‑Wert und zertifizierter Zustand von Kette und Beschlägen ausreichend sind.
Regeln und Durchsetzung variieren. Nutzen Sie das Tool als technische Abschätzung und prüfen Sie lokale Vorgaben und SOPs.
Es zeigt, um wie viel Ihr eingegebener LC den berechneten Mindest‑LC für die ermittelte Anzahl und den Winkel übertrifft.
Nein. Es unterstützt Planung und Abschätzung, ersetzt aber keine Prüfung oder Verantwortung vor Ort.